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Strom kann man nicht speichern

Wind- und Voltaik-Strom haben zentrale Defizite:

  • viel zu teuer in der Herstellung
  • mangelnde Netzstabilisierungsfunktion bei Verbrauchs-/Einspeiseschwankungen
  • Verbrauchsort-Ferne Produktion (dezentral heisst ja nicht, dass man an der richtigen Stelle ist)
  • keine Verbrauchsgerechte Produktions-Möglichkeit

Nun forscht man seit vielen Jahrzehnten an den Speichermöglichkeiten für Strom und alle bisherigen Ansätze haben sich als erfolglos erwiesen, lassen wir mal die Lithium-Ionen-Akku's aussen vor, die von der Dimension her bezogen auf ein Wechselstromnetz als Mäuseküttel-Größe bezeichnet werden können. Tatsächlich kommen mehrmals pro Jahr neue Ideen, die aber allesamt schnell wieder in der Versenkung verschwinden. Zu den beiden Dauerbrennern Druckluftspeicher und Pumpspeicherwerk (Lassen wir mal einen Transport nach Norwegen als aberwitzig aussen vor) hier ein paar Größenordnungen:

  • Druckluftspeicher existieren noch nicht real sondern sind ein Trick: Man erhitzt die vorher komprimierte Druckluft mit einem Gasbrenner. Fast die gleiche Leistung würde man erzielen, wenn man mit dem Gas ein GUD-Kraftwerk betreiben und den ganzen anderen Mumpitz aussen vor lassen würde.
  • Würde man eine 2-Wöchige Flaute mit einem Pumpspeicher überbrücken wollen, müsste man die Deutsche Kapazität um das 500 (!!)-fache erhöhen. Der Strom aus diesem Pumpspeicher würde sicher mehr als 1 Euro kosten, wenn man die Gestehungskosten berücksichtigen würde.

Dass allerdings neuerdings verstärkt Planungen für Pumpspeicherwerke vorgenommen werden (Beispiel Höxter in NRW) resultiert aus dem EEG: Zunächst wird an der Börse der Strompreis bei einem Überangebot durch Wind- oder Voltaik-Stzrom gedrückt (Bezahlt wird dieser Strom über das EEG ,mit den bekannten exorbitant hohen EEG-Tarifen. Dieser somit künstlich an der Börse verbilligte Strom wird nun genutzt, Wasser den Berg hinauf zu pumpen. Bei Flaute und Dunkelheit wird nun daraus Strom gemacht und zu wiederum exorbitanten Preisen über die Börse an den Endkunden bezahlt, der den Strom also 2x bezahlt, einmal über die EEG-Umlage und dann noch mal, wenn er als Verbrauchsstrom aus dem Pumpspeicherstrom über seinen Zähler läuft. Abschließend sei noch die Entstehungsgeschichte der Pumpspeicherwerke erwähnt: In der Frühzeit der Kohlekraftwerke wurde die Kohle per Lore in den Brennkessel gekippt. Und wenn sie brannte, dann brannte sie. Man konnte zwar mit den Luftklappen und später mit den Sauerstoffgebläsen die Abbrandgeschwindigkeit zu einem gewissen Anteil reduzieren, aber es entstanden dann Verklumpungen und Abgas-Nebeneffekte. Also ging man einfach hin, und ließ die Brennkessel mit optimaler Leistung weiterlaufen und verwendete den Strom, um in neu extra zu diesem Zweck gebaute Pumpspeicherwerke das Wasser für die Hydro-Turbinen hochzupumpen. Da die Stromverbrauchskurven überwiegend tagesorientiert sind, legte man die Vorratsbecken überwiegend auf acht Stunden an. Damit konnte man dann sehr gut Bedarfsspitzen während des Tages abfangen. Mit Einführung der Kohlestaubverbrennung bereits vor etlichen Jahrzehnten wurden damit diese Verfahren überflüssig, denn eine Kohlestaubverbrennung kann man spontan stoppen wie die von Gas. Natürlich hat man noch die Nachwärmeenergie. Dass man auch für Kernkraftstrom wegen mangelnder Regelungsfähigkeit die Pumpspeicherwerke nutzt, ist eines der diskreditierenden Falsch-Argumente der Kernkraft-Gegner. Kernkraftwerke haben innerhalb großer Leistungsbereiche eine viel bessere Anpassungsgeschwindigkeit (60-80 MW/Minute) als moderne Kohlekraftwerke (20 MW/Minute). Nochmal: Es ist absolut keine Lösung für das Speicherproblem abzusehen.

Wertlos

Die Betreiber von EEG-Anlagen erhalten im Jahr 2012 über 20 Milliarden Euro ausgezahlt für die Einspeisung von Arbeit, d.h. Kilowattstunden. Dieser Betrag steigt von Jahr zu Jahr mit dem Zubau jeder weiteren Anlage. Kostenmäßig entspricht das den Gestehungskosten allen konventionellen Stromes. Aber sei es drum, in jedem Fall muß man eine volkswirtschaftliche Bewertung vornehmen und dazu zählen natürlich auch die vielen 100.000 Arbeitsplätze in diesem Bereich. Im ersten Schritt aber ist der Wert an sich als Arbeit zu betrachten. Und hierzu behaupten wir: Der volkswirtschaftliche Wert ist Null.

Insbesondere gilt das für Voltaik und Windstrom, bei Strom aus Biogas-Anlagen, die hier nicht betrachtet werden gilt das anders. Zunächst gilt die Aussage auch nur in der jetzigen Größen-Ordnung mit 6% Windstrom und 2% Voltaik. Hätte man z.B. 12% Windstrom und 3% Voltaik müsste man neu rechnen, wobei das Ergebnis nicht unbedingt besser sein muß. Grob vereinfacht gilt folgende. Von den ca. 50 Mrd. MWh Wind und Voltaik-Strom werden aufgewendet

  • 1/3 für die Energietische Eigenamortisation (die insbesondere von den Windleuten genannten Zahlen sind definitiv falsch)
  • 1/3 wird aufgewendet für Transportverluste
  • 1/3 wird aufgewendet für Mehrverbrauch bei den sogenannten Schattenkraftwerken, die stets wegen der Unzuverlässigkeit von Wind- und Voltaik-Strom verfügbar sein müssen.

Das hört sich alles aberwitzig an, ist aber bittere Wahrheit und bestätigt von sachverständigen neutralen Wissenschaftlern. Biogas-Anlagen-Strom hat zwar nicht das Problem der kurzfristigen Volatilität. Aber da man sehr oft mit Maissilage arbeitet entsteht so was wie Jahresvolatilität. Wo soll man kurz vor der nächsten Ernte den Rohstoff her bekommen?